Schweiz-EU

 

Text von Regula Heinzelmann

 

Die EU drängt auf ein institutionelles Rahmenabkommen mit der Schweiz und nach dem Brexit  besonders intensiv, wie der folgende Artikel der NZZ zeigt. Umso mehr Gründe gibt es für die Schweiz, sich von der EU soweit wie möglich zu distanzieren.

 

https://www.nzz.ch/schweiz/rahmenabkommen-mit-der-eu-die-fremden-richter-beschaeftigen-auch-andere-laender-ld.146568

Schweizer sind wichtige Kunden und Investoren der EU

Die Schweizer haben es keineswegs nötig, sich von der EU bedrängen zu lassen. Die EU profitiert so viel von der Schweiz, dass die EU-Politiker sich hüten werden, die Bilateralen Abkommen zu kündigen. Und als Rosinenpicker müssen sich die Schweizer erst recht nicht beschimpfen lassen.

 

Dazu einige Zahlen.

  • Rund 55 Prozent aller Schweizer Exporte gehen in die EU, knapp 73 Prozent aller Schweizer Importe stammen aus dem EU-Raum.
  • Direktinvestoren aus der EU kontrollierten Ende 2013 nahezu 7700 Unternehmen in der Schweiz und verdienten damit sicher gutes Geld. Ende 2013 betrug der Personalbestand von Unternehmen mit EU-Investoren in der Schweiz 291’860 Personen, was rund 6 Prozent aller Beschäftigten entspricht.
  • 43 Prozent des gesamten Schweizer Kapitalbestandes im Ausland entfallen auf die EU, was Ende 2013 mit 465 Milliarden Franken rund drei Viertel des Schweizer BIP entspricht. Investitionen der Schweizer in mittelständische Unternehmen der europäischen Länder sind weiterhin sinnvoll; diese werden bedrängt, obwohl sie die Stütze der Wirtschaft sind.
  • In der EU sind 1,1 Millionen Arbeitskräfte bei Unternehmen angestellt, die sich mehrheitlich in Schweizer Besitz befinden. Zum Vergleich: Deutschland mit 80 Millionen Einwohnern hat nur 3,5 Millionen Arbeitsplätze in anderen EU-Staaten.

 

 

EU ist pleite

 

Es ist zu erwarten, dass die EU in den nächsten Jahren auseinanderfällt. In vielen Ländern ist man unzufrieden mit dieser Institution, deren Politiker fragwürdige Entscheide treffen, die vor allem ihrer eigenen Macht und ihren Lobbys dienen. Der Euro hat sich als ruinöser Flop erwiesen. Die europäischen Völker sind einfach zu unterschiedlich für eine Organisation, die ihre Strukturen vereinheitlichen will.

 

Investiert die Schweiz zuviel in die Institution EU wird ihr auf Dauer selber die Pleite drohen. Und das nützt niemandem, auch nicht den Völkern in der EU.

 

  • Die EU-Länder haben laut Statistikportal Schulden von 87 Prozent des Bruttoinlandproduktes.
  • Deutschland, Frankreich, Italien und England haben je mindestens 2 Billionen Euro Schulden, die EU insgesamt rund 10 Billionen.
  • Die Schweiz hatte 2014 eine Staatsverschuldung von 34,5 Prozent.

 

Dazu auch folgenden Text:

http://www.europa-konzept.eu/texte-von-regula-heinzelmann/argumente-gegen-den-euro/

 

Sinnvoll für die Schweiz wäre es nun, eine neue Organisation für Europa zu gründen und zu dem Zweck mit England zu verhandeln und den Politikern anderer Länder, deren Bevölkerung aus der EU austreten will. Meinen Vorschlag findet man unter folgendem Link:

http://www.europa-konzept.eu/eine-neue-organisation-für-europa/

 

 

 

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© Regula Heinzelmann