Plädoyer für journalistische Grundsätze

Text von Regula Heinzelmann 

 

Es gibt auch heute noch qualifizierte und gut recherchierte Texte und Fernsehsendungen. Die betreffenden Medienleute wenden die tratitionellen journalistischen Grundsätze an, die man unbedingt wieder in allen redaktionellen Medien beachten muss. 

 

Recherchieren soll man immer an der Quelle und nicht in anderen Medien. Wenn das nicht möglich ist, muss man mehrere Quellen für die Recherche berücksichtigen und dabei auch unterschiedliche Aussagen berücksichtigen.  

 

Es ist nicht immer möglich, vor Ort nachzuprüfen, ob Auskunftspersonen die Wahrheit sagen. Dann baut man ihre Aussagen am besten als Zitate ein.

 

Auch in einem kritischen Artikel ist eine sachliche und höfliche Sprache notwendig.

 

Wenn man negative Nachrichten verbreitet, muss man der betreffenden Person oder dem Unternehmen die Möglichkeit zu einer Stellungnahme anbieten.

 

Ein Interview lässt man vom Interviewten gegenlesen.

 

Medienvertreter, die über unrechtmässiges Verhalten einer Person recherchieren, sollten die Information der Polizei liefern. Bevor ein Verbrechen klar nachgewiesen wird, gilt die Unschuldsvermutung für Verdächtige. Die negative Geschichte sollte man erst dann publizieren, wenn der Betreffende rechtmässig verurteilt wird.

 

Wenn es über eine Sache mehrere Ansichten gibt, sollte man immer mindestens eine Meinung und die Gegenposition zitieren.

 

Die eigene Meinung der Journalisten gehört in einen Kastentext und dieser ist als Kommentar zu bezeichnen.

 

In Blogs oder politischen Webseiten verteten die Autoren häufig ihre eigene Meinung, so wie auch auf dieser Webseite. Auch dann ist zu empfehlen, Hintergrundinformationen sorgfältig zu recherchieren und vor allem die Quellen korrekt zu zitieren. 

 

Sachliche Auseinandersetzung mit anderen Meinungen wirkt beim Publikum mehr als Beleidigungen oder Verleumdung. Mangelnder Respekt vor anderen Meinungen zeigt, dass  die Argumente fehlen.

 

 

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Titelbild

 

"Freie Gedanken", gemalt und fotografiert von Regula Heinzelmann

 

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