Demokratie in der Geschichte

 

Demokratie ist in der Geschichte die absolute Ausnahme. Vor der französischen Revolution gab es Demokratien nur in Griechenland und im alten Rom und zwar in für heutige Begriffe eingeschränkter Form. Die griechische Demokratie wie auch die relativ demokratische Phase in Rom führten zu Disziplinlosigkeit und diese zu einem Chaos. Die griechische Demokratie endete mit der Eroberung Griechenlands durch die Macedonier, welchen Demokratie fremd war. In Rom wurde die absterbende Demokratie durch das Kaisertum abgelöst. Im wesentlich verleif die Entwicklung in den Phasen Demokratie - Anarchie - Diktatur (oder zumindest autoritäre Herrschaft.)

Seit der französischen Revolution haben sich ähnliche Entwicklungen in vielen Ländern, die sich demokratisierten, bzw. von der Kolonialherrschaft emanzipieren wollten, abgespielt. Wo die Demokratie gewaltsam eingeführt wurde, indem man autoritäre (nicht unbedingt tyrannische) Regierungen stürzte, entstand meistens innerhalb kurzer Zeit eine Diktatur, die häufig härter war als das Regime vor der Einführung der Demokratie. Ausserdem war diese Entwicklung meistens mit wirtschaftlichem Niedergang verbunden. In einigen Ländern hat sich die Demokratie als praktisch undurchführbar erwiesen. Am Anfang dieses Jahrhunderts führten Demokratisierungsversuche, nämlich die Weimarer Republik und die Herrschaft Lenins, der übrigens nie eine Demokratie einzuführen beabsichtigte, bekanntlich zu den schlimmsten Terrorregimes der Geschichte.

 

 

Es gibt einige Länder, in denen man es sich sehr überlegen muss, ob man eine Regierung stürzen will. Es könnte leicht sein, dass eine noch schlimmere nachkommt oder sogar von der Bevölkerung gewählt wird – und das womöglich aus dem Grund, weil keine qualifizierten Leute sich für die Regierung zur Verfügung stellen.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Regula Heinzelmann