Keinen Respekt vor anderen Meinungen

Als Schweizerin habe ich seit Jahrzehnten beste Beziehungen in Deutschland und seit 2009 einen Standort in Berlin. Noch vor wenigen Jahren hätte ich nicht erwartet, dass sich in Deutschland wieder mal tyrannische Tendenzen breit machen und diese von der Bevölkerung unterstützt werden. Besonders alarmierend finde ich, dass sogar Künstler mitmachen. Wenn ich das in der Schweiz erzähle sind viele Leute erstaunt, schockiert und empört. Leider ist es so, dass in gewissen Kreisen diese Art von Respektlosigkeit gegenüber anderen Meinungen auch in der Schweiz vorhanden ist.

 

Siehe auch:

 

http://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/künstler-für-gedankenfreiheit/

 

 

 

 

 

Alarmstufe Rot: Gewalt

Die Oppositionspartei Alternative für Deutschland AfD verlangt als erste Forderung direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild, also Volksabstimmungen!

 

Das passt den herrschenden Parteien natürlich überhaupt nicht. Das „ungebildete“ Volk will mitreden, einen Strich durch ihre Pläne machen? Aber nicht doch! Die Systemparteien schrecken aber keineswegs davor zurück, die Forderungen der AfD für ihren Wahlkampf zu übernehmen, z.B. die CDU die neuerdings eine raschere Rückführung der illegalen Einwanderer propagierte.

 

Seit der Gründung 2013 haben die Vertreter der herrschenden Parteien gegen die AfD gestänkert, in Deutschland macht man das erstmal mit der sogenannten „Nazikeule“, obwohl Mitglieder radikaler Organisationen in die Partei überhaupt nicht aufgenommen werden. Wenn der Vorwurf des Rechtspopulismus nichts mehr nützt, schreckt man keineswegs vor härteren Massnahmen wie Sachbeschädigung und Körperverletzung zurück. Natürlich auch nicht von unfairen psychologischen Methoden wie: „Egal, was Du sagst, wir bestehen auf unseren Vorurteilen.“ Das beschreiben sogar Zeitungen, bei denen die Redaktion immer wieder gegen die AfD Stellung bezogen hat.

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/gewalt-gegen-afd-mitglieder-mit-zweierlei-mass-14233720.html

 

Anlässlich des AfD-Parteitages im April haben sich die Kölner Wirte eine ehrverletzende Aktion einfallen lassen.

http://keinkoelschfuernazis.cologne/unterstützer/

 

Noch erschreckender sind Mord- und Terrordrohungen im Zusammenhang mit dem Parteitag. Und zwar auch gegen die unbeteiligten Angestellten des Maritim Hotels, in dem der Parteitag stattfinden soll.

 

http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/afd-koeln-maritim-drohung-100.html

 

Die Geschäftsleitung des Maritim-Hotels gibt leider der Gewalt nach, und will in Zukunft überhaupt nicht mehr an die AfD vermieten. „Linke, die sich jetzt freuen, könnten selbst bald Ähnliches erleben. Denn hier werden bedenkliche Präzedenzfälle geschaffen“, heisst es im folgenden Text von Heise. Ganz richtig, wenn eine Meinungstyrannei sich breit macht, wird irgendwann niemand mehr verschont.

 

https://www.heise.de/tp/features/Hausverbot-fuer-AfD-Rechtsaussen-Hoecke-in-Maritim-Hotels-3628159.html

 

 

Besonders absurd ist, dass Demonstrationen von Gruppen, die mit der gewalttätigen Antifa sympathisieren, von den Steuerzahlenden finanziert werden. Diese müssen dann gleichzeitig für das Polizeiaufgebot bezahlen, das für den Schutz vor Gewalttätern nötig ist.

http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/55730/zuschüsse-aus-dem-landesprogramm-für-demokratie-toleranz-und-weltoffenheit-für-fahrten-zu-gegendemonstrationen-bei-rechtsextremistischen-aufmärschen.pdf

 

 

Sogar in der freien Schweiz – wie peinlich!

 

Leider treiben nun auch in der Schweiz diese tyrannischen Tendenzen gegen die Meinungsfreiheit ihre giftigen Blüten. Im Namen der Schweizer und Schweizerinnen, denen Meinungsfreiheit ein Anliegen ist, bedaure ich dieses unfaire Vorgehen gegen den AfD-Politiker Marc Jongen. Ich hoffe, man stellt die Täter rasch vor Gericht, denn der Tatbestand der Nötigung dürfte nach dem Bericht in der NZZ erfüllt sein.

https://www.nzz.ch/zuerich/drohungen-gegen-gessnerallee-auftritt-von-afd-mann-abgesagt-ld.149803

http://www.blick.ch/news/politik/fam/frank-a-meyer-wer-die-wahrheit-hat-id6318385.html#community_article_comments_default_6318385

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/verbrechen-und-unfaelle/bilanz-nach-antisvpdemo-130-festnahmen/story/13266445

 

Gewalt darf nie ein politisches Mittel sein, was natürlich für alle Richtungen, Parteien und Religionsvertreter gilt. In Parteien, die mir nahestehen, würde ich Leute die zu Delikten anstiften, sofort ausschliessen. Gewalttaten, Drohungen und Anstiftung zu Delikten gehören vor Gericht und sollten dort nach dem rechtsstaatlichen Grundsatz "gleiches Recht für alle" behandelt werden.

 

Gegen solche Vorgänge muss man sich energisch wehren und wenn so etwas in einem europäischen Staat geschieht, haben alle Europäer das Recht dazu.

 

http://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/sachliche-auseinandersetzung-mit-anderen-meinungen/

 

 

 “Wer die Gefahr nicht sehen will, dem wächst sie über den Kopf und wenn man sich nicht wehrt, ist man verloren.” August Strindberg in Gewitterluft

 

Siehe auch meine anderen Texte zum Thema Demokratie und Tyrannei.

http://www.europa-konzept.eu/texte-von-regula-heinzelmann/demokratiezerfall/

 

 

Titelbild

"Brennpunkt Berlin", gemalt und fotografiert von Regula Heinzelmann

 

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© Regula Heinzelmann