Erfolgreiches Umweltmanagement

 

 

Text von Regula Heinzelmann 

 

Umweltmanagement für alle Unternehmen weltweit!

 

Die Techniken dafür sind schon seit Jahrzehnten entwickelt, man muss sie nur flächendeckend einsetzen. Gerade im Umweltbereich gibt es in vielen Ländern jede Menge Bedarf. Der Zustand der Umwelt ist an vielen Orten auf der Erde katastrophal. Hingegen weiss man aus der Entwicklungshilfe, dass das Giesskannenprinzip nicht sinnvoll und sogar kontraproduktiv ist. Man kann nicht kontrollieren, wohin die Gelder versickern. Dazu sollten wir uns keinesfalls von irgendwelchen Ländern wegen angeblicher CO2-Auswirkungen erpressen lassen, siehe folgenden Text:

 

http://www.europa-konzept.eu/umweltmanagement-statt-co2-abzockerei/klimaflüchtlingsstatus/

 

Eine sehr wichtige Voraussetzung für Umweltmanagement ist eine funktionierende Wirtschaft mit starkem Mittelstand, die meisten Grünen haben das noch nie begriffen. 

Siehe dazu auch den erfolgreichen Text von Gero Greb – über 10´000 Leute haben diesen schon gelesen:

http://www.europa-konzept.eu/texte-von-gero-greb/argumente-gegen-die-grünen/

 

 

Mengenproblem

 

Das Mengenproblem wirkt sich in allen wirtschaftlichen Bereichen aus, bei Emissionen, Abfall und Energieverbrauch:

  • Jedes Produkt hat unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge (siehe eklatant bei Arzneimitteln).
  • Jede Produktion verbraucht Material, Energie und führt dazu, dssa sich die Vermischung (Entropie) erhöht.
  • Jede Energieproduktion hat, wenn sie in grossem Stile angewandt wird, Auswirkungen auf die Umwelt.

 

Ein in jeder Hinsicht umweltfreundliches Produkt, das mit ebensolcher Energie und ebensolchen Produktionsmitteln in grossen Mengen hergestellt wird, erscheint so unmöglich wie ein Perpetuum mobile.

 

Viele lebenswichtige Güter sind grundsätzlich knapp, vor allem Wasser, fruchtbarer Boden und Energie. Viele knappe und lebenswichtige Güter sind in den Medien kaum ein Thema. Beispielsweise Phosphor: Phosphor ist ein wichtiger Rohstoff, der beispielsweise in der Phosphorindustrie oder als Düngemittel eingesetzt wird. Alle Lebewesen benötigen Phosphor, beispielsweise als Baustein der Erbsubstanz (DNS/RNS) und als Energieträger der Zellen. Phosphor ist auch ein Hauptbestandteil jedes Pflanzendüngers, von dem keine Substitute existieren. Zu befürchten ist, dass der Phosphor-Weltvorrat nur noch ein weiteres Jahrhundert, nach pessimistischeren Meinungen nur noch einige Jahrzehnte reicht.

 

 

Umweltmanagement hilft sparen und bringt ein positives Image!

 

Umweltmanagement ist die Summe der Massnahmen und deren Organisation, mit denen das Ziel erreicht wird, die Umwelt zu erhalten, bzw. möglichst wenig zu beinträchtigen.

 

Ein Unternehmen, das Wert auf ein positives Image legt und die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, hat sicher bereits viele Elemente des Umweltmanagements eingeführt. Es ist übrigens ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Umweltschutz hauptsächlich Investitionen erfordert. Umweltmanagement bedeutet immer, sorgfältigen Umgang mit Ressourcen und Energie, womit man auf längere Sicht namhafte Summen sparen kann. Nicht zu unterschätzen ist die Möglichkeit, Gebühren zu sparen, wenn man Betriebsabläufe so organisiert, dass man reduzierte Tarife beanspruchen kann. Auch für Betriebe mit ausgebautem Umweltmanagement kann es sich lohnen, einen unabhängigen Berater zu engagieren. Zusätzlich besitzt eine umweltfreundliche Firma ein positives Image bei Kunden, Angestellten, Medien und Vertretern des Staates.

 

Umweltschutzmanagement umfasst hauptsächlich folgende Elemente:

  • Analyse des Ist-Zustandes: Bevor man Ziele setzt, ist es notwendig, die relevanten Umweltschutzdaten zu erfassen und zu bewerten, also eine Ist-Analyse durchzuführen. Bei der Ist-Analyse ist auch die gegenwärtige und die zukünftige Umweltschutzgesetzgebung zu berücksichtigen. Wichtig ist eine Risikoanalyse.
  • Ausarbeiten von Unternehmensgrundsätzen: Das ökologische Management muss unbedingt von der Geschäftsleitung tatkräftig unterstützt werden und diese muss ein Vorbild sein, auch wenn man die Organisation von Einzelheiten den Abteilungsleitungen und sogar den einzelnen Angestellten überlässt. Es ist Sache der Geschäftsleitung Unternehmensgrundsätze über Umweltmanagement festzusetzen. Wie diese formuliert werden, hängt natürlich von den Umständen im Betrieb ab.
  • Ziele setzen: Unrealistische Ziele bringen nichts, höchstens Frustration darüber, dass man sie nie erreicht. Auch unbequeme Massnahmen werden leichter akzeptiert, wenn sie gut begründet werden und man rasch einen Erfolg sieht. Am besten gibt man nicht gleich das Endziel vor, sondern setzt Teilziele. Dazu muss man Ziele konkret formulieren, also mindestens mit Datum und Menge, z.B. bis 31. Dezember 2019 reduzieren wir den Energieverbrauch um 20 Prozent.
  • Kosten-Nutzen-Analyse: Zur Zielsetzung gehört immer die Kosten-Nutzen-Analyse. Im Bereich des ökologischen Managements sind Aufwendungen meistens in Geldbeträgen messbar, während die Gewinne häufig nicht berechenbar sind und auch nicht sofort ersichtlich. Die Beurteilung der Umweltschutzmassnahmen nach Gewinn und Verlust muss deshalb langfristig erfolgen.
  • Strategien entwickeln: Um die Ziele zu erreichen, muss man Strategien entwickeln, um Produkte und Produktion noch umweltfreundlicher zu gestalten und wenn möglich Energie und Geld zu sparen. Allenfalls sind Umwelt-Verträglichkeitsprüfungen und Ökobilanzen für Produkte und Produktionsmittel notwendig. Dafür benötigt man die Akzeptanz und Unterstützung der Mitarbeitenden. Allenfalls sind in der Planungs- und Organisationsphase Weiterbildungsangebote notwendig.
  • Überprüfung der Umweltschutzmassnahmen: Hat man die notwendigen Mssanahmen durchgeführt und die Ziele erreicht – oder auch nicht, muss man kontrollieren, wo die Fehler gemacht wurden, und was man besser machen könnte. Wichtig sind Selbstkontrolle der Mitarbeitenden, aber auch regelmässige Kontrollen durch Vorgesetzte und Beauftragte der Geschäftsleitung.

 

Wichtig: Die vorhandenen Mittel sind so einzusetzen, dass auf möglichst vielen Gebieten möglichst viel erreicht wird. Daher ist es unrationell auf einem Gebiet Perfektion zu erzielen, während auf anderen Gebieten noch Missstände bestehen. Perfektion muss man nur erreichen, wo sie notwendig ist.

 

 

Ökobilanz und Produkteökologie

 

Die ökologischen Bilanzen verschaffen einen Überblick über die Auswirkungen, die die Tätigkeit eines Unternehmens auf die Umwelt hat. Sie vergleichen nicht nur Kosten und Erträge, sondern sind im wesentlichen Stoff- und Energiebilanzen. Sie beruhen auf der Gegenüberstellung von physischen Einheiten. Ökobilanzen kann man für einzelne Produkte, Abteilungen, für ganze Unternehmen sowie für Regionen führen. 

 

Generell ausgedrückt vergleicht die Ökobilanz die von einem Produkt verarbeitete Wertschöpfungskette wie Löhne, Nutzen, Profit und die Schadenschöpfungskette, wie Abfälle, verpuffte Energie, Leerläufe u.s.w. Generell hört die positive Wertschöpfungskette beim Verbraucher auf. Die Ökobilanz einzelner Produkte muss bei der Entwicklung eines Produktes beginnen und beim endgültigen Recycling aufhören.

 

Eine Ökobilanz umfasst nicht nur das Unternehmen sondern auch dessen Lieferanten und Kunden, Rohmaterialien und Halbfabrikate aus denen ein Produkt hergestellt wird, Anfahrtswege, Verpackungen, Service und Entsorgungsunternehmen. Weiter sind direkte Auswirkungen auf die Natur zu analysieren.

 

Ein wichtiges Element der Ökobilanz ist die Logistik. Selbst gut gemeinte Aktionen, z.B. Recycling, können ökologisch kontraproduktiv sein, wenn lange Transportwege erforderlich sind. Noch schlimmer ist es, wenn Abfälle bei unbekannten Zielen landen, z.B in Entwicklungsländern.

 

Ein Berechnungsbeispiel findet man in folgendem Text:

http://www.europa-konzept.eu/umweltmanagement-statt-co2-abzockerei/dieselheuchelei/

 

Wichtige Kriterien in Bezug auf technische Einrichtungen sind Wirkungsgrad, Energieverbrauch, Recyclingmöglichkeiten, Luft- und Gewässerbelastung und nicht zuletzt die Betriebssicherheit. Bei der Installation von technischen Anlagen wird oft eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen, wie in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben. Andere Instrumente sind Stoff- und Energieverbrauchsbilanzen.

 

Um Ökobilanzen zu erstellen, kann man verschiedene Instrumente verwenden, das klassische Rechnungswesen, Umfragen, Checklisten, Messungen, Statistiken, Erfahrungswerte u.s.w. Populär sind die Standards von ISO 14000.

 

 

Produkteplanung von der Herstellung bis zum Recycling

 

Zur Produkteökologie gehören Untersuchungen, welche den Einfluss des Produktes auf die Umwelt zum Gegenstand haben, wobei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung zu berücksichtigen sind. Die Produkteökologie beginnt mit der Produkteentwicklung. Ziele dabei sind

Entwicklung von umweltfreundlichen und möglichst recycelbaren Produkten

  • Vermeidung von schädlichen Materialien
  • Reduktion des Materialverbrauchs
  • Vermeidung von Schäden und Haftungskosten
  • Kostengünstige und umweltfreundliche Produktionsabläufe
  • Reduktion des Abfalls und Recycling

 

Die Entwicklung von umweltfreundlichen Produkten bietet langfristige Wettbewerbsvorteile und hat auch für die Produktehaftung eine erhebliche strategische Bedeutung. Da die Haftungsbestimmungen immer strenger werden, ist das ein wichtiger Aspekt. Untersuchungen, die den Einfluss des Produktes auf die Umwelt zum Gegenstand haben, wobei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung zu berücksichtigen sind, können allerdings die Forschungs- und Entwicklungskosten beträchtlich erhöhen. Weiter muss der Produzent bereit sein, ein Produkt aus dem Verkehr zu ziehen oder nicht weiter zu entwickeln, wenn ernsthafte Schädigungen der Umwelt auftreten oder zu befürchten wären. So ist es auch notwendig, alte Produkte immer wieder mit neuen Methoden auf ihre Umweltverträglichkeit zu überprüfen.

 

Mehrfachnutzen erspart Material und Platz und kann sogar das Recycling erleichtern. Denkbar sind solche Konzepte für Bestandteile von Maschinen, Einrichtungsgegenstände, Behälter, Verpackungen u.s.w. Flexible Gestaltung erleichtert den umweltfreundlichen Gebrauch.

 

Nicht immer ist es ökologisch sinnvoll, alte Einrichtungen oder Gegenstände gegen neue umweltfreundlichere zu ersetzen. Man kann viel Graue Energie (Energie für Rohstoffgewinnung, Transport und Produktion) sparen, wenn man Gegenstände möglichst lange braucht. Auch das ist bei der Produkteplanung und in der Ökobilanz zu berücksichtigen.

 

Schon bei der Entwicklung von Produkten lässt sich das Recycling von Einzelteilen einplanen. Diese werden später als Ersatzteile eingesetzt oder sogar in neue Modelle eingebaut. Ein besonderer Aspekt ist die Lebensdauer des Produktes. Eine lange Lebensdauer ermöglicht es zumindest theoretisch, auf Dauer Material zu sparen. Unerlässlich ist es, einen schnellen und gut funktionierenden Reparaturservice anzubieten. Allerdings wird es in vielen Fällen einen Punkt geben, bei dem Reparaturen auch vom ökologischen Standpunkt nicht mehr rentabel sind. Darauf kann man die Lebensdauer abstimmen.

 

 

Checkliste Umweltmanagement

 

  • Welche Mssanahmen sind wirksam? Was könnte man verbessern? Wo könnte man einsparen?
  • Hat man sich ausreichend auf neue gesetzliche Anforderungen vorbereitet?
  • Werden umweltfreundliche Investitionsgüter und Materialien eingekauft?
  • Wieviel Aufwand (Energie, Material u.s.w.) braucht es, um ein Produkt oder einen Prozess umweltfreundlicher zu gestalten?
  • In welchem Verhältnis steht dieser Aufwand zur Verbesserung?
  • Kann man etwas einsparen durch eine Umweltschutzmassnahme?
  • Kann man stsstliche Unterstützung in Anspruch nehmen?
  • Wie schalten wir Risiken aus?
  • Lassen sich unsere Produkte recyceln?
  • Verfügen wir über eine umweltfreundliche Logistik ohne unnötige Transportwege und energiesparendste Transporttechnik (Bahn)?
  • Welche Aufgaben können an welche Mitarbeitende delegiert werden?
  • Werden die Mitarbeitenden zweckmässig informiert?
  • Werden die Mitarbeitenden zu Selbstkontrolle angeleitet?
  • Wird die Öffentlichkeit über das Umweltmanagement im Unternehmen informiert?
  • Wird Umweltfreundlichkeit als Verkaufsargument genannt?
  • Besteht ein Kundenservice, der die Bestrebungen nach ökologischem Management auch bei den Kunden unterstützt?

 

Titelbild

 

Mein Buch von 1991 ist noch antiquarisch erhältlich. Dieses beschreibt die Umwelttechnik, die damals schon weit entwickelt war, sowie die Methoden des Umweltmanagements.

fotografiert von Regula Heinzelmann

 

 

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© Regula Heinzelmann