Brutale Szenen in der Oper Salome

Gero Greb, 7. März 2020

 

Die Oper Salome von Richard Strauss war schon bei ihrer Uraufführung 1905 ein Skandal. Aber so unglaubliche Szenen wie in der Regie Ernesto Cardenal und Christoph Schlingensief dürften noch nie vorgekommen sein. Diese wurden ausführlich in der Sendung Kulturzeit am 2. März 2020 zur Hauptsendezeit zwischen 19 und 20 Uhr präsentiert.

 

https://www.capriccio-kulturforum.de/index.php?thread/3721-strauss-salome-%E2%80%93-das-tor-zur-neuen-musik/

 

Ich bin schon seit Jahren der Meinung, dass die Opern- und Theatersäle vorsätzlich, mit viel nacktem Fleisch und Brutalität auf den Bühnen, gefüllt werden und zwar unter dem Deckmantel des „Modernen Theaters/Moderne Oper“!

 

Diese schlimmen Szenen, die Sie minutenlang – zu einer Zeit (19:30), wo eventuell noch Kinder vor den Fernsehern sitzen – zeigen, haben mich geschockt! Besonders perfide finde ich, dass diese dann von dem Regisseur noch als „Liebesszene“ bezeichnet werden! Sie können sicher sein, dass ich, wenn ich bei dieser Aufführung in der Frankfurter Oper gesessen hätte, unter lautem Protest den Saal verlassen hätte.

 

Wie, so frage ich mich, deckt sich das mit Ihrem Anspruch gegen Gewalt zu agieren. Vor Jahrzehnten, als die Tatortserie gestartet wurde, habe ich die realitätsnahen Gewaltdarstellungen per Leserbrief kritisiert! Schauen Sie sich heute mal eine Programmwoche der Öffentlich Rechtlichen an, von den Privaten Sendern ganz zu schweigen! Es kommen zum Teil drei „Krimis“ an einem Abend!!!

 

Und da wundern Sie sich, dass die Gewaltschwelle bei den Jugendlichen, wahrscheinlich sogar allgemein bei der Bevölkerung, immer weiter gesunken ist und sinkt. Als ich in diesem empfindlichen und prägenden Alter (8 -18) war, gab es diese permanente „Gewaltberieselung“ noch gar nicht! Vielleicht bin ich deswegen immer schon gegen Gewalt in jedweder Form – auf der Strasse, im Kino + Fernsehen, in der Familie und in 3SAT/Kulturzeit usw.

 

 

Titelbild

 

gemalt und fotografiert von Regula Heinzelmann

 

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© Regula Heinzelmann