Umweltschädliche Windräder statt Kernenergie

 

Text von Regula Heinzelmann

 

9. Juli 2022

 

 

Nicht nur der Ukraine-Krieg ist die Ursache für die Energiekrise in Deutschland, sondern auch der panische Ausstieg aus der Kernenergie, der auf den Unfall von Fukushima 2011 zurückzuführen ist. Stattdessen soll Deutschland nun umweltschädliche Windenergie bekommen.

 

 

In den letzten Tagen wurden im Deutschen Bundestag energiepolitische Beschlüsse gefasst.

 

Man will die erneuerbaren Energien weiter fördern und vor allem die Bürokratiehürden abbauen.

 

https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=790

 

Mit dem Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) werden den Ländern verbindliche, mengenmäßige Flächenziele (Flächenbeitragswerte) für die Ausweisung von Windenergiegebieten vorgegeben. Die Flächenbeitragswerte leiten sich aus dem im Koalitionsvertrag vereinbarten 2 Prozent-Ziel für die Windenergie an Land ab. Den Ländern wird ein Gesamtziel für Ende des Jahres 2032 vorgegeben. Daneben legt das Gesetz ein Zwischenziel für Ende des Jahres 2026 fest, das eine kontinuierlich steigende und mit den Ausbaumengen des EEG 2023 konsistente Flächenausweisung sicherstellen soll.

 

https://dserver.bundestag.de/btd/20/026/2002654.pdf

 

https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=788

 

Windräder sind wenig effizient, brauchen viel Graue Energie, töten Vögel und Insekten und verursachen Sondermüll. Und CO2-neutral ist der riesige Materialaufwand sicher nicht.

 

Da nützt es wenig, „das Bundesamt für Naturschutz zu beauftragen, Summationseffekte auf Bestände windkraftsensibler Vogelarten zu ermitteln und auf dieser Basis Vorschläge für wirksame Maßnahmen in anderen Sektoren (Land und Forstwirtschaft, Industrie, Flächennutzung, Verkehr) zur Stärkung von Populationen windkraftsensibler Arten und ihrer Nahrungsgrundlagen vorzulegen.“ (Drucksache 20/2580).

 

Weitere Informationen über Windräder:

https://www.europa-konzept.eu/umweltmanagement-statt-co2-abzockerei/windige-klimapolitik/

 

Zu hoffen ist, dass man wenigstens die Laufzeit der verbleibenden Kernkraftwerke verlängert. Das Land Bayern hat im Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Verlängerung der Laufzeiten für die drei letzten Atomkraftwerke in Deutschland eingebracht.

 

Es ist sogar durchaus sinnvoll, Kohlekraftwerke einzusetzen. Schadstoffemissionen lassen sich seit Jahrzehnten auf ein Minimum reduzieren. Deutschland besitzt Kohlevorräte für 300 Jahre. Nur wird es mit Aufwand verbunden sein, die geschlossenen Zechen auszupumpen und zu trocknen.

 

 

Ein flächendeckender Stromausfall hätte verheerende Folgen und verursacht riesige Kosten.

 

Informationen:

 

https://verein-energiesicherheit.de

 

https://blackout-stromausfall.com/

 

 

Energieverbrauch und Energiemix

 

https://www.bdew.de/energie/primaerenergieverbrauch-2021-wieder-gestiegen/

 

Zitate:

 

Nach vorläufigen Berechnungen der AG Energiebilanzen nahm der Primärenergieverbrauch in den ersten drei Quartalen 2021 auf 8.758 Petajoule (PJ) zu, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent. Laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ist hierfür neben der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung ein Mehrverbrauch aufgrund der kühleren Witterung in der ersten Jahreshälfte verantwortlich.

 

Der Beitrag der Erneuerbaren Energien zum Primärenergieverbrauch ging in den ersten neun Monaten 2021 um insgesamt 2,0 Prozent zurück. Vor dem Hintergrund des Verbrauchsanstiegs sank der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch (Energiemix) auf 16,1 Prozent. Der Mineralölverbrauch sank hingegen um insgesamt 7,0 Prozent. Der Verbrauch von Steinkohle stieg um 20,0 Prozent. Beim Einsatz von Steinkohle zur Strom- und Wärmeerzeugung kam es als Folge der kühlen und der gegenüber dem Vorjahr windarmen Witterung zu einem Zuwachs von 28 Prozent – was zeigt, dass Windräder keine zuverlässigen Stromlieferanten sind. Der Verbrauch von Braunkohle nahm in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 25,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, lag aber 8,6 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019.

 

In Deutschland haben nur noch drei AKW eine Betriebsgenehmigung. Heute beträgt ihr Anteil elf Prozent an der Stromversorgung.

 

Quelle:

https://www.bund.net/themen/atomkraft/akw-in-deutschland/

 

 

Erneuerbare Energien haben zwischen Januar und März 2022 50 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt – rund neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

 

https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/50-prozent-des-stromverbrauchs/

 

 

Gasversorgung

 

Das absurde an der Gasversorgung durch Nordstream 1 sind die sogenannten „Take-or Pay“-Klauseln. Diese sehen vor, dass der Kunde eines Gaslieferanten die vereinbarte Menge beziehen kann (take), wenn er sie aber nicht abnimmt, muss er trotzdem dafür zahlen, zumindest für einen Teil davon. In Lieferverträgen für Gas sind solche Klauseln durchaus üblich. Bedeutet also, wenn das Gas nicht abgenommen wird, bekommt Putin bekäme trotzdem Geld für seinen Krieg und kann das Gas dann nochmal verkaufen.

Oder man kündigt den Vertrag aus wichtigen Gründen, aber Putin wird das kaum anerkennen. Er wird wohl die Meinung vertreten, dass der Krieg nichts mit den Gaslieferungen zu tun hat.

 

https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/an-gazprom-gebunden-wie-entkommt-deutschland-gas-knebelklauseln-mit-russland/28288364.html

 

https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/sorge-ums-gas-zahlen-fuer-nichts-take-or-pay-klausel-wird-geprueft-russland-ukraine-news-91542081.html

 

 

Einen aktuellen Überblick über die Füllstände der Gasspeicher zeigt folgender Text:

 

https://finanzmarktwelt.de/gasspeicher-deutschland-ueberblick-239277/

 

 

Zitate:

 

„Die deutschen Gasspeicher werden nicht nur in den letzten Wochen, sondern erstaunlicherweise auch in den letzten Tagen immer weiter mit Gas befüllt.“

 

„Besonders interessant ist beim Blick auf die Gasspeicher in Deutschland vor allem der bundesweit größte Speicher im niedersächsischen Rehden. Er gehörte lange Zeit zur Gazprom-Tochter Astora, und wurde lange Zeit gar nicht befüllt. Rehden war noch Mitte Mai zu unter 1 Prozent befüllt! Inzwischen sehen wir den aktuellsten Füllstand (vorgestern) bei 23,7 Prozent. Besonders ab Anfang Juni begann die Befüllung der Speicher in Rehden – denn die Bundesnetzagentur hatte die Kontrolle über den Betrieb in treuhänderisch übernommen. Der Anbieter „Trading Hub Europe“ hat den staatlichen Auftrag Gas auf dem freien europäischen Markt einzukaufen und in die Gasspeicher einzuspeisen. Der Schritt ist laut Bundesregierung notwendig um Anfang November die nach dem neuen Gasspeichergesetz vorgeschriebenen Füllmengen von 90 Prozent zu erreichen.“

 

Weitere Informationen findet man auf dieser Seite:

 

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/gasspeicher-bund-st%C3%A4rkt-seine-optionen-f%C3%BCr-ex-gazprom-tochter/ar-AAZfFCT

 

Zitate:

 

Die einstige Tochter des russischen Gasriesen Gazprom PJSC steht seit April unter der Treuhänderschaft der Bundesnetzagentur.

 

Auf Basis des neuen Gesetzes kann der Bund informierten Kreisen zufolge gegen den Willen der Alteigentümer eine Beteiligung an Unternehmen eingehen, die in Treuhänderschaft stehen… Wirtschaftsminister Robert Habeck hat offenbar bereits in der Vergangenheit auf eine vollständige Verstaatlichung von Gazprom Germania gedrängt. Wie zu hören ist, wurde er aber von Olaf Scholz zurückgepfiffen. Der Kanzler sei besorgt gewesen, dass ein solcher Schritt den russischen Präsidenten Wladimir Putin verärgern und im Streit um die Gasimporte zu einer Eskalation führen könnte. Seitdem hat Russland von sich aus die Gaslieferungen nach Deutschland gedrosselt.

 

Das zeigt wieder einmal, dass devotes Verhalten gegenüber kriegführenden Politikern nicht funktioniert. Die Verstaatlichung hätte Putin nicht als Kriegshandlung betrachten können. Vielleicht wäre der Krieg sogar schon vorbei, wenn der Westen gleich nach Beginn aufgehört hätte, russisches Gas und Erdöl zu beziehen. So aber hat der Westen den Krieg mitfinanziert und Putin Zeit gelassen andere Abnehmer zu finden.

 

Vernachlässigt hat man lange Zeit die Möglichkeiten Gas und Treibstoff auf umweltfreundliche Art und unabhängig von Grossmächten zu produzieren.

 

https://efuel-today.com/petition/?fbclid=IwAR0EUjIqpUuu6RHTLQwXlj-KEqJsWseYAVxcFtKaUj4TK1Q8OW-D2R3TRo0

https://www.br.de/nachrichten/wissen/neue-methan-technologie-soll-knappes-erdgas-mit-ersetzen,T2sDpQ4

 

https://www.focus.de/politik/deutschland/hilft-uns-bio-methan-aus-der-falle-biogas-statt-putins-gas-energieforscher-koennte-die-loesung-fuer-das-dilemma-liefern_id_112595212.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online-politik&fbc=facebook-focus-online-politik&ts=202207081610&cid=08072022&fbclid=IwAR3CJGekUNImDkFPXf_aiKVUDX7F2zj9uVS0FpvQlmjnj6HXN0zdYzOaMXo

 

 

 

Die Fukushima-Panik

 

Die Energiekrise in Deutschland geht aber viel weiter zurück, nämlich auf die panikartige Reaktion nach dem Unfall von Fukushima. Betrachten wir diesen doch mal genauer.

 

Nach Aussagen von Fachleuten hätte dieses Kraftwerk überhaupt nicht an der Stelle gebaut werden dürfen.

 

Der Schweizerische Erdbebendienst hat damals eine seismologische Analyse des Tohoku M9 Erdbebens vom 11. März 2011 in Japan publiziert. Es handelte sich dabei um ein Erdbeben der Magnitude 9, was als äusserst stark gilt. Dabei verschob sich Japan um 5 bis stellenweise 18 Meter. Hinzu kamen Vor- und Nachbeben, und Tsunamiwellen. Die Welle bei Fukushima soll 14 Meter hoch gewesen sein. Bei einem Erdbeben mit Stärke 8 bis 9 wirken Kräfte zwischen 5,6 bis 1´000 Gigatonnen.

 

Dazu muss man wissen, dass zur Zeit des Erdbebens in Japan einige Kernkraftwerke (schätzungsweise 20 bis 30) in Betrieb waren, die nur wenig oder gar nicht beschädigt waren. Und sogar in Fukushima haben einige Sicherheitsmechanismen trotz all dieser Kräfte noch funktioniert. Auch das Kühlsystem wäre vielleicht rechtzeitig wieder in Gang gebracht worden, wenn man rasch genug ausreichend Notstromaggregate und sonstige Ersatzeinrichtungen zur Hand gehabt hätte. Für solche Fälle wäre eine internationale Zusammenarbeit nützlich, und zwar immer gleich nach einem Unglück.

 

In Deutschland publizierte die Bundesanstalt für Geowissen und Rohstoffe (BGR) folgende Einschätzung: „Deutschland liegt im Gegensatz zu Japan nicht an einer aktiven Plattengrenze… Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden Erdbeben instrumentell gemessen. Die stärksten in diesem Zeitraum gemessenen Beben hatten eine Magnitude von etwa sechs. Das stärkste historisch für Mitteleuropa belegte Beben, wird von Seismologen mit einer Magnitude von etwa sieben bewertet (Basel-Erdbeben von 1356).“

 

Für einen Ausstieg aus der Kernenergie gab es also in Deutschland keinen Grund.

 

Und was tut man mit dem gefürchteten Atommüll?

Natürlich recyceln, es handelt sich um wertvolle Stoffe.

 

https://www.quarks.de/technik/energie/so-koennte-man-atommuell-recyceln-transmutation/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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