Das Einzelzimmer-Programm und die antimenschliche Macht

 

 

 

 

Text von Regula Heinzelmann  

 

5. April 2021

 

Die Menschheit hat in der Geschichte bis zum heutigen Tag schlimme Tyranneien und Kriege durchgemacht mit Machtgier, Gewalt und Grausamkeit. Obwohl all das unmenschlich genannt wird, gehört es leider zur menschlichen Natur. Aber heute macht sich eine Tendenz breit, die antimenschlich und zutiefst widernatürlich ist – eine Mischung von Vereinzelung und globalistischer Technik. Diese nenne ich das Einzelzimmer-Programm! Jeder sitzt in seinem Zimmer, ist zwar mit der Welt verbunden, hat aber keine oder wenig direkte soziale Kontakte mit anderen Menschen. Diese Antimenschlichkeit ist eine neue, hochgefährliche Kategorie, die zu unpersönlichen, kaum durchschaubaren Machtkonstellationen führt.

 

Man kann keineswegs behaupten, irgendwer hätte das so geplant. Es gibt Vorhaben und Strukturen, die in die Richtung gehen und Politiker, die so agieren, als wären sie mit einer negativen Software programmiert. Das alles ist aber eine gesamtmenschliche Entwicklung, die sich im kollektiven Unterbewusstsein, auch kollektives Unbewusstes genannt, abspielt. Nach dem Psychologen Carl Gustav Jung ist dieses eine unbewusste Erlebnisform, die allen Menschen gemeinsam ist.

 

 

Beispiele: Überwachung und Konzernherrschaft

 

Zum Beispiel wendet die chinesische Regierung mit ihrer Universalüberwachung ein hochqualifiziertes antimenschliches Programm an. Bei einigen europäischen Politikern mit ihrer Dauerdrohung oder Anwendung von menschenrechtswidrigen Ausgeh- und Besuchsverboten – die bei der nötigen Vorsicht trotz Corona unnötig wären - wirkt ein miserables Programm. Antimenschlich sind auch Pläne von Abkommen wie CETA und die zum Glück von Altpräsident Trump gestoppte TTIP und vor allem TISA (Trade in Service Agreement), die eine unpersönliche Konzernherrschaft zur Folge hätten. Das alles ist Programm, in dieser Politik steckt kein menschliches Denken oder Fühlen mehr!

https://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/the-establishment/

 

Nur kann man dafür nicht allein dem Establishment, das solche Abkommen plante, die Schuld geben. Auch nicht beispielsweise dem World Economic Forum mit seinem viel zitierten und überschätzen Great Reset. Dieser ist nur ein Abklatsch von Ideen, die die Elite vor dreissig Jahren besser formuliert und mit Erfolg umgesetzt hatte, damals hatten die Unternehmer des Mittelstandes entsprechenden Einfluss. Herr Schwab sollte am besten zurücktreten. Informationen hier:

https://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/great-reset/

 

Dabei haben gerade wir „Alten“, zu denen ich gehöre, diese Leute in Politik und Wirtschaft an die Macht gelassen. Wie genau das passiert ist, ist schwer nachzuvollziehen. Ein schlimmer Fehler, den wir noch zu Lebzeiten korrigieren müssen, so unbequem das sein mag.

 

 

Entfremdung seit der Industrialisierung

 

Das antimenschliche Einzelzimmer-Programm hat natürlich eine Vorgeschichte, auch wenn sie erst in diesem Jahrhundert richtig gravierend wurde. Sie begann schon bei der Industrialisierung, mit dem was Karl Marx treffend Entfremdung, bzw. entfremdete Arbeit nannte. Nachher ging es weiter mit den für damals hochtechnisierten Grabenkämpfen im Ersten und den Bombardementen im Zweiten Weltkrieg. Aber auch diese Maschinen mussten noch von Menschen bedient werden, die mit Gefühlen in den Krieg zogen, wie z.B. Eroberungslust, Hass oder Rachewünschen. Antimenschlich sind bei der Kriegstechnik alle automatisierten Maschinen und natürlich die Atomwaffen.

 

Zur Antimenschlichkeit trug auch die Entwicklung der IT bei, allerdings kommt es dabei sehr darauf an, wie man sie und wer sie anwendet. Zum Beispiel wären heute im Zeitalter von Corona direkte soziale Kontakte ohne Computer, Handys und Internet kaum möglich. Andererseits haben gerade die modernen Handygeräte die Vereinzelung gefördert. Viele Leute benutzten diese schon vor Corona auch in Gesellschaft - eine Unsitte, die man schleunigst abschaffen sollte. Die Computer ermöglichen ausserdem Überwachung jeder Art, gegen die auch scharfe Datenschutzgesetze nicht mehr viel nützen.

 

Ein wichtiger Grund für die Antimenschlichkeit ist die Weigerung Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen, die sich in den letzten beiden Generationen entwickelt hat. Das sieht man aktuell am Beispiel von Corona. Die Schutzregeln sind so einfach, dass jeder sie begreifen sollte, aber viele sind zu bequem, sich ohne Vorschriften daran zu halten. Einige Politiker, Wirtschafts- und Medienleute benützen den Virus für ihre Machtgier und zu ihrer Bereicherung. Unter der Bevölkerung dringt ein aufgestauter Sado-Masochismus durch, den man normalerweise in Kriegen auslebt – die einen möchten andere einsperren, die anderen eingesperrt werden. Geldgier, Verweigerung von Verantwortung und Sado-Masochismus sind menschliche Eigenschaften. Hingegen sind Massnahmen wie Kontakt- und Ausgangssperren als solche antimenschlich. Dadurch breitet sich das Einzelzimmer-Programm über ganze Völker aus.

 

 

Vereinzelte Jugend

 

Und wie wird sich die Jugend entwickeln, die im Einzelzimmer-Programm aufwächst? Die Kinder lernen frühzeitig, dass das Leben nicht immer einfach ist - eine Erfahrung die die Generation, die in den 80er und 90er Jahren aufwuchsen, erst spät gemacht hat. Die Kinder lernen selbstständig zu arbeiten, was auch das selbstständige Denken fördern kann und sind dem Einfluss von Lehrern, die die herrschenden Systeme vertreten, weniger ausgesetzt als in der Tagesschule. Andererseits haben die antimenschlichen Systeme trotzdem hohe Steuerungsmöglicheiten und könnte eine isolierte Mehrheit heranwachsen, die sich erst recht dirigieren lässt. Andererseits könnte sich ein Hass entwickeln und die Lust, sich zu rächen für die Einzelzimmer-Jugend. Das wäre auch nicht der richtige Weg, Antimenschlichkeit zu überwinden. Aber genau das wäre zu hoffen von der heranwachsenden Jugend und wir Erwachsenen müssen diese dabei unterstützen.

 

Es ist in unserer Zeit absolut notwendig, sich gegen diese antimenschlichen und widernatürlichen Entwicklungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren!

 

 

Titelbild

 

gemalt und fotografiert von Regula Heinzelmann

 

 

 

 

 

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