Vielfältiger friedlicher Protest

 

Text von Regula Heinzelmann

 

31. August 2020

 

Am 29. August fand in Berlin die grosse Demonstration, organisiert von der Initiative Querdenken statt.

 

https://querdenken-711.de/

 

Zunächst versuchte man, mehrere Demonstrationen zu verbieten. Mit seiner Stellungnahmen zeigte Andreas Geisel die wahren diskriminierenden Gründe für das Demonstrationsverbot.

 

https://www.berlin.de/sen/inneres/presse/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.980587.php

 

Umso nötiger ist es, dass man sich gegen die Einschränkungen der Bürgerrechte nach Salamitaktik wehrt. Vernünftige Massnahmen ja, aber auch diese muss man immer wieder überprüfen. Das meinen nicht nur Querdenker, sonder auch verschiedene Politiker der CDU oder FDP. 

 

Links zu Petitionen hier:

https://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/corona/

 

 

Viele Teilnehmer am Morgen

 

Am 29. August machte ich mich gegen Mittag auf den Weg in die Innenstadt. An der Haltestelle Landsberger Allee/Petersburger Strasse endete die Tramfahrt und es hiess, es führen keine Trams in die Innenstadt. Nun gut, warum sollte ich Umwege fahren, zu Fuss war ich in einer halben Stunde am Alexanderplatz. Dort standen Feuerwehr- und Polizeiautos und Krankenwagen, aber es war beinahe beklemmend ruhig. Also fuhr ich mit der S-Bahn vom Bahnhof Friedrichstrasse aus Richtung Bahnhof und wieder zurück. Von dieser Hochbahnstrecke aus bekam ich einen guten Überblick: Eine riesige Menge Demonstranten, siehe Fotos ganz oben.

 

Es waren sicher mehr als 40´000, wie das Vergleichsfoto von der Demo gegen TTIP im Oktober 2015 zeigt, wo es sogar nach Systemmedien 250000 Teilnehmer gab.

 

https://www.nabu.de/news/2015/09/19487.html

 

Übrigens war der Protest von Millionen Bürgern in Europa gegen diese Abkommen vergeblich. Gestoppt hat TTIP und TISA Präsident Trump und zwar am Anfang seiner Amtszeit, weitere Informationen hier:

 

https://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/das-establishment/

 

 

Im Restaurant auf dem Trockenen sitzen und interessante Gespräche führen

 

Auf der Friedrichstrasse schloss ich mich dann der Demonstration und unterschrieb eine Petition der Organisation

www.politikerhaftung.de

Seit 35 Jahren plädiere ich dafür, dass Politiker für Grobfahrlässigkeit, Absicht und Steuerverschwendung haften.

 

Vom Bahnhof Friedrichstrasse aus spazierte ich dann zum Brandenburger Tor und kam unbehelligt dort an. Zunächst war nicht viel los und ich setzte mich dann in das einzige erreichbare Lokal. Beim Warten auf die Bestellungsaufnahme kam ich ins Gespräch mit einer Krankenschwester von einem Kreisspital aus Thüringen. Sie erzählte mir, dass sie keinen Coronafällen begegnet sei, dafür einige diffuse Lungenentzündungen behandelt hätte, die die Folge von langem Maskentragen gewesen waren. Natürlich hatte sie auch die vollmundig angekündigte Prämie nicht erhalten.

Der Hammer ist aber: Das Krankenhauspersonal wird nicht auf Corona getestet. Wenn man im Internet Hinweise sucht, wie das in anderen Spitälern gehandhabt wird, findet man solche nicht. Es ist ja nicht neu, dass man in einem Spital nicht an der Krankheit stirbt, wegen der man sich behandeln liess, sondern an einer Infektion, die man sich dort geholt hat. Mit persönlich sind zwei Fälle bekannt. Also muss man mal untersuchen, wie viele Leute sich in Spitälern und Pflegeheimen an Corona angesteckt haben und diese Zahlen auch veröffentlichen. 

 

Hier ein Bericht zum Thema:

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/corona-med-personal-101.html

 

Das Leute aus Thüringen gingen dann wieder zur Demo und andere Leute kamen an den Tisch. Ich hoffte, nun könnte ich nach einer halben Stunde endlich mein Getränk bestellen. Der Kellner erklärte, er könnte eigentlich im Moment keine neuen Bestellungen aufnehmen, aber er würde es ausnahmsweise trotzdem machen. Einer der Herren, die mit mir am Tisch sassen, erzählte, dass er ein ähnliches Gespräch er 1988 in der DDR geführt hatte.

 

 

 

 

Reden am Brandenburger Tor

 

Am Nachmittag hielt ich mich hauptsächlich beim Brandenburger Tor und auf der Strasse des 17. Juni auf. Die Strasse war voll von Menschen. 

 

Wichtig: Es wurde immer wieder von den Veranstaltern dazu aufgerufen, die Abstandsregeln einzuhalten und die meisten Teilnehmer befolgten das, wie das Foto zeigt. Einige Uneinsichtige waren leider dabei.

 

Reden wurden natürlich viele gehalten, manchmal auch ziemlich skurile und religiöse, sogar esoterische, aber keine, die auch nur im geringsten die Bezeichnung „Nazirhetorik“ rechtfertigen würde, mit der die Politiker und Medien des Merkel-Regimes wild um sich schlagen. Die meisten Demonstranten waren ganz normale Leute, die einfach von der Bevormundung nach Salamitaktik genug haben.

 

Leider verbreiten einige Leute wirklich unzulängliche und sogar obskure Theorien über Corona. Solches Verhalten nützt nur dem Establishment, denn dieses instrumentalisiert das gegen die bürgerliche Opposition. Ohne handfeste Beweise wird die Schuldfrage nicht geklärt.

https://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/corona-thesen/

 

Ein Höhepunkt war natürlich die Rede von Robert Francis Kennedy Junior, einem Neffen von Präsident John F. Kennedy. Er erklärte, die amerikanischen Zeitungen schreiben, dass er vor 5000 "Nazis" rede. Ich sehe hier keine "Nazis", meinte er, sondern Menschen, die die Demokratie lieben, Menschen aller Nationen und Religionen, das Gegenteil von "Nazis".

Pandemien und Kriege seien bei Politikern sehr beliebt, man könne mit ihrer Hilfe Kontrollmechanismen installieren, die die meisten Menschen sonst nicht akzeptieren würden. Interessanterweise vertrat auch er die These, die Pandemie sei geplant gewesen und die Zahlen, die man von den Medien präsentiert bekommt, seien erfunden. Kennedy warnte eindringlich vor G 5. Das nütze nicht den Kunden, sondern den Konzernen, die Daten sammeln. Und natürlich sagte er wie sein Onkel:

 

Ich bin ein Berliner!

 

Und fügte hinzu: Wir sind wieder die Front gegen den Totalitarismus!

 

Die Rede von Kennedy kann man hier anhören.

https://www.youtube.com/watch?v=-u3H3PvebBU&feature=share&fbclid=IwAR0WhgMmvkXOJhQ7wzktUlJ9BYkiITJp8q8izomVh6x61QYwStAWgq90wa8

 

 

Rede eines Grünen gegen moderne Inquisition

 

David Claudio Siber von den Grünen kritisierte die einseitige Betrachtung von Corona und dass man die wissenschaftliche Diskussion einschränken würde. Er hätte bei renommierten Wissenschaftlern recherchiert, aber nicht mal in der eigenen Partei würde man ihn anhören. Es ginge nicht, dass man Wissenschaftler diskriminiere, die nicht auf der Staatslinie liegen und Parolen ausgegeben werden wie: "Man sollte die beschlossenen Massnahmen nicht hinterfragen."

 

Diese Art moderner Inquisition kennt man ja schon von der Klimadebatte her, bei der es auch jede Menge Thesen gibt, aber die Wissenschaftler die der IPCC widersprechen seit Jahren diskriminiert werden. Die Vokabel „Coronaleugner“ wurde wohl direkt von „Klimaleugner“ abgeleitet.

 

https://www.europa-konzept.eu/umweltmanagement-statt-co2-abzockerei/die-ipcc-und-ihre-kritiker/

 

Es ist typisch für eine Partei, deren Vorsitzender Habeck mit der chinesischen Diktatur sympathisiert - Zugang zum Video im folgenden Link, dass man David Siber nach dieser Rede hinauswerfen will. Nun, er wäre nicht der erste ehemalige Grüne, der z.B. bei der AfD landet.

 

https://www.europa-konzept.eu/texte-von-gero-greb/argumente-gegen-die-grünen/

 

https://sh-gruene.de/gemeinsames-statement-des-landesverbands-und-des-kv-flensburg-zur-rede-von-david-claudio-siber/

 

Eine Zusammenfassung über die Demonstrationen findet man hier:

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/rund-38000-teilnehmer-bei-der-corona-demo-li.101586

 

 

Friedenvertrag und neue Verfassung

 

Einige Gruppen verlangten einen Friedensvertrag für Deutschland. In Berlin hörte ich mal einen Vortrag mit Lothar de Maizière, dem letzten DDR-Regierungschef. Ich fragte ihn, wann man mit Deutschland einen Friedensvertrag abschliessen würde. Er erklärte, dass der Zwei-plus-Vier-Vertrag ein Friedensvertrag sei, er heisst ja auch „Vertrag über die abschliessende Regelung in bezug auf Deutschland“ (Natürlich muss keine Regelung abschliessend sein.) Man hätte ihn absichtlich nicht "Friedensvertrag" benannt, denn dann hätten viele andere Völker auch einen Friedensvertrag gefordert und das würde Deutschland eine Menge Geld kosten. Dieses Argument leuchtet ein.

 

Den Vertrag findet man hier:

http://www.documentarchiv.de/brd/2p4.html

 

Vertreten waren auch Leute, die eine neue Verfassung fordern und sich dabei auf das Grundgesetz Art 146 berufen: Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

 

https://www.verfassunggebende-versammlung.com/

http://verfassung-jetzt.org/

 

Die Forderung ist nicht unberechtigt, denn im Grundgesetz fehlen einige demokratische Elemente, wie z.B. die Möglichkeit mit einer bestimmten Anzahl Unterschriften einen Volksentscheid über ein Gesetz herbeizuführen (Referendum). Und was heute richtig gefährlich ist, bei einem Parlament, in dem es nur eine echte Oppositionspartei gibt: Ein Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln

der Stimmen des Bundesrates (GG Art 79).

Aber zu allererst müsste die Regelung in das GG, dass eine Änderung nur mit ¾ Mehrheit möglich ist. Wir haben es in den letzten Jahrzehnten gesehen, wie schnell die etablierten Parteien eben dieses GG im Schnelldurchgang geändert haben. 

 

Meine Ansicht ist:

Die Änderung einer Verfassung sollte grundsätzlich durch einen Volksentscheid beschlossen werden.

 

 

Die schwarz-weiss-rote Fahne des Kaiserreiches

 

Gegen 18 Uhr begab man sich zum Reichstag, „wo immer mal Geschichte geschrieben wurde“, alle ganz friedlich. Es gab einige Reden, denen man ruhig zuhörte. Einer der Redner erklärte die Bedeutung seiner schwarz-weiss-roten Fahne. Diese würde er zu Ehren seines Grossvaters zeigen, der im Deutschen Kaiserreich aufgewachsen sei und den Ersten Weltkrieg miterlebt hätte. Es waren sicher nicht alle „Reichsbürger“, die die schwarz-weiss-rote Fahne trugen.

 

Das ist wichtig, weil diese in den Medien und von Politikern oft als „Reichskriegsflagge“ bezeichnet und mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird. Das ist grundfalsch. Im Gegenteil: Das Deutsche Kaiserreich wurde 1871 - nach dem von den Franzosen durch unverschämte Forderungen provozierten Krieg – begründet. Hätte Otto von Bismarck, der daran wesentlich beteiligt war, Anfang des 20. Jahrhunderts regiert, wäre weder der Erste Weltkrieg ausgebrochen, noch wäre Hitler an die Macht gekommen. Bismarcks Bündnispolitik hatte den Zweck, weitere Kriege zu verhindern. Er schlug sogar in einer Rede vor, das Elsass zu einer unabhängigen Pufferzone zwischen Deutschland und Frankreich zu machen. Bismarck war auch nicht an Kolonien interessiert, Deutschland hatte verglichen mit anderen Europäischen Nationen nur wenige Kolonien. Ich wünschte Deutschland hätte heute einen Politiker wie Bismarck.

 

Zwischen 1871 und 1914 herrschte im Deutschen Reich Frieden, das war für Europa eine lange Zeit. Kaiser Wilhelm II, der sicher einige Fehler gemacht hat, z.B. bei der Bündnispolitik, war trotzdem der einzige bedeutende Politiker in Europa, der bis zum Schluss den Ersten Weltkrieg zu verhindern versuchte.

 

Fazit: Wer die schwarz-weiss-rote Fahne mit dem Nationalsozialismus in Verbindung bringt, lügt entweder vorsätzlich oder hat keine Ahnung von Geschichte.

 

Eine interessante Webseite über die Bedeutung der Deutschen Fahnen.

https://deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/deutschlands-fahnen/

 

 

Unfair: Stürmchen auf den Reichstag

 

Nach 19 Uhr verliess ich die Demo Richtung Friedrichstrasse, den sogenannten „Sturm auf den Reichstag“ habe ich nicht miterlebt. Das war eine sehr unfaire Aktion gegenüber den vielen Demonstranten, die den ganzen Tag zur Friedfertigkeit aufgerufen und sich anständig verhalten hatten. Es war doch schon vorher klar, dass das genau von den Politikern und Medien instrumentalisiert wird, die linke Demos trotz Gewalt und mangelnden Schutzmassnahmen akzeptieren und sogar loben.

 

Siehe auch:

https://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/demos-und-doppelmoral/

 

 

Brutales Nachspiel

 

In der Nacht gab es ein böses Nachspiel, die Auflösung der Versammlungen und der Räumung des Camps der Querdenker mit teilweise brutalem Vorgehen der Polizei. Offensichtlich gab es auch Spontanversammlungen, für die keine Bewilligung notwendig ist.

https://www.berlin.de/polizei/service/versammlung-anmelden/

 

Eine Zusammenfassung und Videos der Ereignisse findet man hier.

 

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/berliner-polizei-rabiater-als-andere-einheiten-nachts-wurde-rund-um-die-siegessaeule-geraeumt-a3324420.html

 

Offensichtlich haben sich die Berliner Polizisten aggressiver verhalten als die aus anderen Bundesländern. Das ist nicht neu. Zum Frauenmarsch im Juni 2018 wurden extra Polizisten aus dem Süden geholt, weil bei der ersten dieser Veranstaltungen im Februar 2018 Berliner Polizisten die Partei der Gegendemonstranten ergriffen und die Leute eingekesselt haben, siehe diesen Bericht.

 

https://www.europa-konzept.eu/berichte-aus-berlin/frauenmarsch-berlin-9-juni-2018/

 

 

Betreffend Polizei ist folgendes zu betonen: Viele bürgerliche Demonstranten waren schon froh um den Schutz der Polizei gegen aggressive Linksfaschisten. Vielen Dank dafür!

 

 

 

Bilder

 

Alle Fotos sind von mir. Die schwarzen Ausschnitte verdecken die Gesichter, damit niemand Schwierigkeiten bekommt. Übrigens ist das von der Regierung erwünschte Maskentragen auch nützlich dafür, bei solchen Demos nicht erkannt zu werden. Die Tatsache, dass das notwendig ist, ist ein ganz schlechtes Zeichen für eine Gesellschaft. Dazu auch folgender Text:

 

https://www.europa-konzept.eu/geben-sie-gedankenfreiheit-schiller/faktische-diktatur/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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