Digitale Diktatur

 

 

Text von Regula Heinzelmann

 

28. Januar 2026, aktualisiert am 5. Mai 2026

 

Digitale Diktatur ist nicht unbedingt gleichbedeutend wie politische Diktatur, kann aber von letzterer als geeignetes Instrument eingesetzt werden. Zur digitalen Diktatur gehört zunächst, dass man vieles übers Internet erledigen muss und der analoge Weg nicht mehr oder nur erschwert möglich ist.

 

Dazu gehören zum Beispiel auch die Einschränkung der Bargeldzahlungen, die E-ID und der digitale Euro, siehe unten. 

 

 

Informationen über die US-Dokumente betreffend Massnahmen der EU zur Einschränkung der Informationsfreiheit findet man in meinem folgenden Beitrag.

 

https://www.europa-konzept.eu/geben-sie-gedankenfreiheit-schiller/eu-contra-informationsfreiheit-2/

 

 

 

Der Gipfel von allem: Die Drohung Chatkontrolle!

 

 

Auch wenn das EU-Parlament nun dagegen gestimmt hat, allein die Idee ist schon alarmeirend. 

 

 

 

 

 

29. September 2025

 

Leider hat das Schweizer Stimmvolk der E-ID zugestimmt, allerdings nur knapp.

Die Gegner werden darauf achten, dass die  E-ID freiwillig bleibt. 

 

Informationen über das Gesetz:

https://www.europa-konzept.eu/geben-sie-gedankenfreiheit-schiller/nein-zur-e-id-schweiz/

 

 

23. September 2025

 

 

Handyzwang

 

 

Die E-ID kann leicht dazu führen, dass man gezwungen ist, das Handy immer mitzunehmen und zu benützen und die relativ teuren Internetabos zu buchen. 

 

Für viele Veranstaltungen, Reisen und Hotels muss man im Internet buchen und entweder mit Kreditkarten bezahlen oder über Plattformen wie Paypal, die sich in letzter Zeit als unsicher erwiesen hat. Da es auch in diesem Bereich Betrüger gibt, muss man sich fragen, wie man sein Geld zurückbekommt, wenn die Veranstaltung gar nicht stattfindet oder man auf der Reise entdeckt, dass es das Hotel gar nicht gibt – beides ist mir schon passiert, wobei ich vom Hotel zum Glück nur die Adresse notiert und nicht gebucht habe.

 

Dazu muss man an vielen Orten das Händy – dieser Ausdruck kommt nicht aus dem Englischen und man könnte ebensogut Handi sagen – dabei haben und benützen. Was machen die Leute, die die Dinger nicht mögen? Dafür gibt es gute Gründe, diese Geräte machen oft selbsttätig was sie wollen und nicht was der Benützer wünscht. Und darüber ärgern sich nicht etwa nur Leute, die von Technik nichts verstehen. Mein Freund Gero Greb, Mitautor dieser Webseite, ist seit 50 Jahren Informatiker und mag die Handys auch nicht. Er hat übrigens ein neues Wort dafür kreiert: Wischiphon (weil man über den Bildschirm wischen muss, um die Funktionen zu aktivieren).

 

 

Gestörte Kommunikation

 

Das war der relativ harmlose Teil. Schlimmer ist, dass diese Handysucht der gesellschaftlichen Kommunikation schadet. Man sitzt am Tisch mit Leuten und diese fummeln ständig an den Dingern herum statt ein konzentriertes Gespräch zu führen. Überall stehen einem Leute im Weg, die nicht auf die Umgebung achten, sondern stur auf das Händy gucken. Und am schlimmsten, es passierten schon viele Unfälle, weil die Leute die Dinger nicht mal beim Auto oder Velofahren weglegen.

 

Die Tendenz bestand schon vorher, aber besonders während der Coronazeit hat sich die Mischung zwischen Vereinzelung und globaler Technik verstärkt. Das ist hoch gefährlich, deswegen habe ich 2021 darüber folgenden Text geschrieben.

 

https://www.europa-konzept.eu/aktuelle-texte/das-einzelzimmer-programm/

 

Immer mehr Leute fordern ein Recht auf ein analoges Leben. Die Zürcher Piratenpartei reichte sogar eine kantonale Initiative dafür ein.

 

Natürlich bedeutet das nicht, dass man auf Internet und Handy verzichten muss.

Das Internet hat sogar eine ähnliche Funktion wie der Buchdruck vor 500 Jahren, man kann sich damit leichter informieren, ausserhalb der Mainstream-Medien, die häufig Staatspropaganda betreiben. Man muss nur vernünftig damit umgehen.

 

 

 

Digitale Identität in der EU

 

Die EU-Brieftasche für die Digitale Identität (eID) ist die europäische Antwort auf Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Identitätsnachweis. Sie ermöglicht es Nutzern, öffentliche und private Dienstleistungen online und offline in Anspruch zu nehmen, digitale Dokumente abzuspeichern und weiterzuleiten und verbindliche Unterschriften zu leisten. Die Mitgliedstaaten werden diese Brieftaschen allen Bürgern, in der EU ansässigen Menschen sowie Unternehmen bis Ende 2026 zur Verfügung stellen.

 

Die europäische Brieftasche für die Digitale Identität soll einfacheren Zugang zu öffentlichen und privaten Dienstleistungen gewähren. Die EU kündigt den Schutz der personenbezogenen Daten durch verbesserte Cybersicherheit und strengen Sicherheitsstandards an. Es entstünde weniger Bürokratie und geringere Kosten für die Kundenauthentifizierung durch Unternehmen. Weiter würde die digitale Identität eine bessere Betrugsbekämpfung ermöglichen.

 

https://commission.europa.eu/topics/digital-economy-and-society/european-digital-identity_en

 

https://www.personalausweisportal.de/Webs/PA/DE/buergerinnen-und-buerger/eID-karte-der-EU-und-des-EWR/eid-karte-der-eu-und-des-ewr-node.html

 

 

Die EU-Politiker müssen aufpassen, dass sie mit ihrer eigenen Datenschutz-Grundverordnung  nicht in Konflikt gerarten. Offener Quellcode für so weit verbreitete Systeme sind Alarmstufe Rot für alle, die etwas von IT verstehen!

 

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32016R0679

 

 

Gleichschaltung der Plattformen?

 

Die Study of interoperability tools in the Digital Single Market untersucht, ob horizontale Interoperabilitätsverpflichtungen, ähnlich denen, die bereits für nummerunabhängige interpersonelle Kommunikationsdienste (NIICS) im Rahmen des Gesetzes über digitale Märkte (DMA) gelten, auf soziale Online-Netzwerke (OSNs) ausgeweitet werden könnten und, falls ja, unter welchen Bedingungen. Auch die Forderung nach einer möglichen Ausweitung vertikaler Interoperabilitätsverpflichtungen auf OSNs im Rahmen des DMA wird berücksichtigt.

 

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass horizontale und vertikale Interoperabilität für OSNs technisch machbar ist, auch wenn die Umsetzung einiger Aspekte eine Herausforderung darstellen kann. Diese Studie empfiehlt daher, die Umsetzung bestehender Interoperabilitätsverpflichtungen für NIICS sowie die Entwicklung der Nutzung von OSNs weiterhin zu beobachten.

 

Folgendes Zitat zeigt, was offensichtlich das wahre Ziel ist, nämlich auch die inhaltliche Gleichschaltung der Plattformen:

Die Gewährleistung einer einheitlichen Inhaltsmoderation in interoperablen sozialen Netzwerken könnte sich als schwierig erweisen, da sie von der Art und Weise der Datenverarbeitung (z. B. Spiegelung vs. Anzeige) und den individuellen Strategien der Inhaltsmoderation (z. B. verzögerte Moderation oder zentrale Moderation) abhängt.

 

Die Studie und den DMA kann man unter folgenden Links herunterladen:

 

https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/7ed3fe8e-42a7-11f1-8095-01aa75ed71a1/language-en

 

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32022R1925&qid=1679476772286

 

 

Kommentar: Elon Musk wird da bestimmt nicht mitmachen. Eher kauft er die links-grünen Platformen, z.B. Bluesky und Mastodon. Diese sind sicher lange nicht soviel wert wie twitter. Dann wird es spannend. 

 

 

Digitaler Euro

 

Dazu das interessante Interview mit Burkhard Balz, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Kommentare kursiv 

Burkhard Balz meint: „Der digitale Euro würde die Abhängigkeit von den großen Zahlungsverkehrsunternehmen verringern. Ein digitaler Euro würde also wesentlich auf die europäische Souveränität einzahlen. Wir setzen das Regelwerk für den digitalen Euro selbst auf und auch die Infrastruktur wäre in Europa.“

 

Wer ist wir? Die Völker bestimmt nicht!

 

Was gerade auch entwickelt wird, ist ein sogenanntes Wasserfallsystem. Das heißt: Jeder, der eine App für den digitalen Euro hat, kann diese mit seinem Bankkonto verknüpfen. Auf dem muss genug drauf sein und dann fließt praktisch das Geld, was über das Haltelimit hinaus für eine Bezahlung benötigt wird, vom Bankkonto auf die Digitale-Euro-App. PayPal funktioniert ähnlich.

 

Dazu wird folgendes versprochen und man wird Herrn Balz und seine Kollegen beim Wort nehmen müssen.

  • Für die Endverbraucher sollen die Grundfunktionen des digitalen Euro gebührenfrei sein.
  • Bargeld bleibt unser Kernprodukt, der digitale Euro ist eine Ergänzung.
  • Die Bargeldversorgung ist immer noch sehr gut. Jeder kann sich an der Supermarktkasse Bargeld besorgen, ebenso wie an jeder größeren Tankstelle. Bargeld ist für mich gelebte Freiheit. Wir sind gerade dabei, die dritte, ganz neue Euro-Banknotenserie auf den Weg zu bringen. Das machen wir, weil wir weiter voll auf das Thema Bargeld setzen.
  • In Europa sagen wir klar, dass wir an den einzelnen Transaktionen in keiner Weise interessiert sind. Die Zentralbanken im Eurosystem werden die Identität der Nutzerinnen und Nutzer nicht nachvollziehen können.

 

https://www.bundesbank.de/de/presse/interviews/nur-500-euro-guthaben-erlaubt-was-der-digitale-euro-bringen-soll-und-was-nicht-933530

 

 

Diktaturen, z.B. in China verwenden die digitalen Möglichkeiten, um das Volk rund um die Uhr zu überwachen und Leute zu schikanieren, die sich nicht so verhalten wie das Regime wünscht, z.B. man kann nicht mehr Geld beziehen, einkaufen usw.

 

Nach Europa gehören solche Methoden nicht und wir müssen uns dagegen wehren!

 

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