Text von Regula Heinzelmann
2. September 2026
In Berlin finden derzeit viele Wahlveranstaltungen statt.
Wohungsmangel ist in Berlin ein grosses Thema und das hat sich in den letzten Jahren stark im negativen Sinn geändert. 2009 suchte ich eine Wohnung in Berlin und innerhalb einer Woche hatte ich zwei zur Auswahl und war erstaunt darüber. Ich wohnte vorher 33 Jahre in Zürich und da konnte man monatelang suchen bis man eine Wohnung fand. Ausserdem ist Zürich so teuer, dass man als normaler Schweizer da gar nicht mehr wohnen kann.
In Berlin scheinen ähnliche Verhältnisse zu entstehen, die am 1. September im Rathaus Treptow besprochen wurden. Ein Grund ist, dass landeseigene Wohnungen häufig an Einwanderer vergeben werden. Bei der Veranstaltung in Treptow brüllte jemand dazwischen, das sei eine Lüge, mag sein dass das nicht bei allen Ämtern so ist. Wohnungen werden auch per Los vergeben, das ist undurchsichtig. Die AfD plädiert für eine transparente Wohnungsvergabe, bei denen die Bürger, die Arbeit leisten, eine Chance haben.
Landeseigene Wohnungen Berlin:
https://www.inberlinwohnen.de/
https://treptow-koepenick.afd.berlin/2026/08/wohnungen-sind-keine-asylheime-afd-treptow-koepenick/
Dazu macht man es den Investoren durch Bürokratie und Auflagen schwer, neue Wohnungen zu bauen. Man brachte das Beispiel eines Investors, der ein Grundstück gekauft hatte und seit 20 Jahren auf Baubewilligungen wartet. Wenn solche Leute die Geduld verlieren, kann man es ihnen wirklich nicht übel nehmen.
Dominik Nepp FPÖ sprach in Treptow über die Wiener Wohnungssituation. Viele „Gemeindebauten“, die man vor Jahrzehnten und sicher berechtigt als grossen sozialdemokratischen Erfolg gefeiert hatte, seien jahrzehntelang nicht mehr renoviert worden und verfallen. Überhaupt beklagte Nepp, dass man den Wohlstand, den die älteren Generationen aufgebaut hätten, verfallen liesse.
Andererseits: Wir Rentner haben den Wohlstand während einiger Krisen erhalten, z.B. IT Krise 2002, Bankenkrise 2008 und Corona-Krise. Unser Fehler war, Leute an die Macht zu lassen, die den Wohlstand verschleudern und Rückschritt verursachen. Das müssen wir schleunigst korrigieren.
Mangelhafte Schulbildung
Ein weiteres wichtiges Thema sind die Schulen. Nicht nur, dass man seit Jahren über dringend erforderliche Renovationen der Schulhäuser liest und immer wieder von Schulreformen. Kinder lernen nicht mal mehr lesen, schreiben und rechnen, klagt man. Es sei doch nicht die Sache der Lehrmeister, ihnen das beizubringen. In Berlin gibt es eine Ausbildungplatzabgabe für Unternehmen, die keine Lehrstellen anbieten. Die AfD will diese abschaffen und ist damit nicht allein.
https://www.ihk.de/berlin/ausbildung/infos-fuer-ausbildungsbetriebe/ausbildungsplatzabgabe
Übrigens: Auch in der Schweiz beklagen sich Unternehmer über mangelnde Schulbildung. Einige Lehrlinge würden nicht mal mehr den Dreisatz beherrschen.
Ein Problem ist auch das Mobbing, nicht zuletzt von Islamisten gegen Mitschüler, sogar solche aus islamischen Ländern, die diese Ansichten nicht teilen. Das Lehrer sich gegenüber Mobbing passiv verhalten ist nicht neu, das gab es schon vor Jahrzehnten als Mobbing noch nichts mit Nationalität oder Religion zu tun hatte. Aber das muss sich endlich ändern!
Diskutiert wird auch über die Inklusion. Es wird behauptet, die AfD stellt sich gegen Behinderte, was natürlich nicht stimmt. Getrennter Unterricht hat den Zweck, alle Schüler optimal zu fördern, natürlich auch die Behinderten.
Integrierte Einwanderer wählen AfD
Viele Einwanderer, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, arbeiten und Steuern zahlen, fühlen sich frustriert. Sie mussten sich anstrengen, um Fuss zu fassen und die heutigen Migranten bekommen alles umsonst. Darüber ärgern sie sich begreiflicherweise und das führt dazu, dass sie AfD wählen, weil sie das ändern wollen.
Das Vorurteil, dass die AfD ausländerfeindlich sei, grassierte jahrelang. Stimmt natürlich nicht, man sagt klar, dass Leute die in Deutschland arbeiten und sich den Gesetzen anpassen sehr willkommen seien.
Übrigens gibt es in der AfD Mitglieder, die mehr Welterfahrung haben und nicht nur als Touristen, als viele ihrer Gegner zusammen. Wer die Welt kennt, weiss welche Folgen ungebremste Einwanderung haben kann und dass es für ein Zusammenleben von Leuten mit verschiedenen Nationen und Religionen gleiches Recht für alle braucht. In Singapur zum Beispiel ist das gelungen, aber als Stadtstaat kann man das wohl nicht mit grossflächigen Ländern vergleichen.
Übrigens ist auch das Vorurteil, die AfD sei antisemitisch absurd. Im Gegenteil, die AfD stellt sich ausdrücklich gegen den Antisemitismus, der nicht von Deutschen ausgeht. Es müsste wieder möglich werden, mit einer Kippa durch Neuköln zu gehen, ohne dass man belästigt wird, das verlangen AfD-Redner. Es gibt auch eine Gruppe „Juden in der AfD“.
https://www.facebook.com/JudeninderAfD/
Gewalt statt Argumente
Am 28. August besuchte ich eine Kundgebung der AfD.
Natürlich gab es auch eine Gegendemonstration mit Lärm und beleidigenden Reden wie immer. Als Beatrix von Storch mit ihrer Rede beginnen wollte, versuchten Frauen die Bühne zu stürmen. Zum Glück griff die Polizei gleich ein, so dass niemand verletzt wurde. Beatrix von Storch las diesen „Feministinnen“ gründlich die Leviten. Man liesse sich auf diese Art nicht einschüchtern und könnte diese Leute fast bedauern, weil ihnen keine Argumente einfallen. Sie sollten aber mal zuhören und dabei etwas lernen. Interessanterweise liess gegen den Schluss der Rede der Lärm nach. Vielleicht haben einige wirklich zugehört und wer weiss, sogar nachgedacht.
Auch in anderen Bundesländer spielt Gewalt eine Rolle. Am 31. August kam es in der Magdeburger AfD-Landesgeschäftsstelle zu einem Polizei- und Feuerwehreinsatz. Grund dafür war ein mit weißem Pulver versehener Drohbrief von Unbekannten, der für den Fall eines Wahlsiegs bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt den Vergiftungstod ,,aller AfDler“ ankündigte. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es massive Drohungen und gegen AfD-Vertreter und ihre Familienangehörigen sowie Angriffe auf AfD-Wahlkämpfer gegeben.
Delikte gegen die AfD gibt es seit der Gründung 2013. wie die folgenden Texte zeigen.
https://www.europa-konzept.eu/rechtsstaat-statt-relativierung/delikte-gegen-die-opposition/