Text von Regula Heinzelmann
11. September 2026
Am Wirtschaftsgipfel (2. Unternehmertag) am 10. September 2026 der AfD wurden grundlegende Themen behandelt, die auch bei den bevorstehenden Landtagswahlen eine grosse Rolle spielen. Im wesentlichen sind das: Einwanderung, Bürokratieabbau, Energie.
Steuern und Abgaben
Leif-Erik Holm. Landes- und Fraktionsvorsitzender der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, kritisierte die Mogelpackung der Regierung und die neuen Schulden, über die in der Haushaltsdebatte im Parlament auch heiss diskutiert wurde. Es gäbe den höchste Insolvenzstand seit Jahren. Er erwähnte, dass Familienunternehmer sich stark für die AfD interessieren - von wegen die AfD schreckt Investoren ab, wie die Gegner behaupten.
https://insolvenzverwalterdatenbank.de/blog/insolvenzen-deutschland-statistik/
Dazu kritisierte Holm die hohen Spritpreise und überhaupt die hohen Abgben. Er zitierte Kohl: Bei mehr als 50 Prozent Abgaben beginnt der Sozialismus. Die durchschnittlichen Steuern und Abgaben betragen heute 54 Prozent: „Ich habe den Sozialismus erlebt“, meinte Holm, „das will ich nicht wieder“.
Technologie- und Maschinenstürmerei (Alice Weidel)
Mehrere Redner kritisierten die Energiewende, die 2011 von Frau Merkel eingeführt und von Scholz und Merz fortgesetzt wurde. Alice Weidel bezeichnete die Abschaltung und sogar Zerstörung von Kern- und Kohlekraftwerke als „Technologie- und Maschinenstürmerei“. In Moorburg hat man das modernste Kohlekraftwerk stillgelegt, ohne dass es jemals Strom produziert hat. „Mao wäre stolz gewesen“, meinte Frau Weidel.
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https://www.heise.de/news/Das-Kohlekraftwerk-Moorburg-ist-Geschichte-6130307.html
Es soll jetzt, sicher für viel Geld, zu einem Wasserstoffproduktionswerk umgerüstet werden.
Weiter forderte Alice Weidel die Abschaffung der CO2-Steuern.
Sonderwirtschaftszone Ost
Tino Chrupalla erwähnte die „Sonderwirtschaftszone Ost“, die die AfD 2017 forderte. Helmut Kohl hatte nach der Wiedervereinigung solche abgelehnt, dem Osten aber die Treuhand auf den Hals gehetzt, siehe folgenden Text vom „Wossi“ (West-Ostdeutscher) Gero Greb.
https://www.europa-konzept.eu/texte-von-gero-greb/30-jahre-wiederausbeutung/
Merz hat die Idee der Sonderwirtschafszone Ost jetzt wieder aufgegriffen.
https://www.presseportal.de/pm/47409/6345903
Die AfD unterstützt das:
Deutscher Rückschritt
Hans-Bernd Pillkahn und Professor Max Otte präsentierten einen Rückblick ins Kaiserreich. Damals sei Deutschland die zweitgrösste Industriemacht der Welt mit einem Wirtschaftswachstum von 6 bis 8 Prozent jährlich, siehe Fotos. Und auch das Wirtschaftswunder in den 50er Jahren war eine Riesenleistung. In diesen Zeiten hätte Deutschland mit folgenden Eigenschaften Erfolg gehabt: Arbeitsethik, Stolz auf eigene Produkte, soziale Marktwirtschaft und ein starker Mittelstand. Dazu hätte auch ein kreditfinanziertes Finanzsystem auf Vertrauensbasis mit vielen kleineren Banken beigetragen. Inzwischen seien diverse Schlüsselindustrien zerstört bis hin zur Deindustrialisierung.
Max Otte verlangte die Förderung der deutschen IT-Wirtschaft, auf die Gefahr hin, dass man sich damit mit der USA anlegen könnte. In den USA, so Otte, stünden die grossen IT-Unternehmen heute hinter Trump. Otte erwähnte allerdings nicht, dass das keineswegs immer so war. Es ist sogar zu befürchten, dass sie vor den Midterms-Wahlen wieder bei den Demokraten anbiedern.
Beiträge von Hans-Bernd Pillkahn:
https://www.youtube.com/watch?v=845L1bhk5ro
Informationen über Max Otte:
https://www.amazon.de/Nachdenken-f%C3%BCr-Deutschland-Sonderwege-Manuscriptum/dp/3944872894
China
Ein Thema war die Abhängigkeit von China. Dazu seien die Chinesen sehr innovativ, das sind sie seit Jahrtausenden. Aber niemand erwähnte, dass auch der Westen durch kurzsichtigen Verkäufe von Firmen und Innovationen das chinesische Regime erst stark gemacht hatte.
„Wir müssen den Ausverkauf der deutschen/europäischen Hochtechnologiefirmen an die Chinesen verhindern!“ Das forderte der Autor des folgenden Textes Gero Greb schon 2012. Wir brauchen wieder eine unabhängige europäische Industrie, und das ist nur möglich mit einem starken Mittelstand – der im Moment von der Politik bedroht wird. Und wenn man den Niedergang der deutschen Autindustrie beklagt, gehört dieser Aspekte dazu, denn die deutschen Autofirmen produzieren seit Jahren in China und ihre „Manager“ wundern sich dann über chinesische Billigkokurrenz mit übernommenen Innovationen.
https://www.europa-konzept.eu/texte-von-gero-greb/china-europa-schläft/
Migration
Es wurde von mehreren Rednern betont, dass sich das Wort Remigration sich nicht auf die Leute bezieht, die in Deuttschland arbeiten, Steuern zahlen und sich an die Gesetze halten. Remigration wird gefordert für illegale Einwanderer, Gefährder und Straftäter.
Leif-Erik Holm beklagte, dass viele qualifizierte Menschen Deutschland verlassen, weil die Bedingungen anderswo besser sind.
EU kontra AfD-Konzept
Die EU wurde unter anderem wegen ihrer Bürokratie kritisiert, z.B. wegen der neuen Verpackungsverordnung.
Es erstaunt aber, dass einige Redner dieses komplizierte, verfilzte System noch für reformfähig halten und Dexit nur als letzen Ausweg in Betracht ziehen. Meiner Ansicht nach sind Reformversuche in der EU Zeit und Geldverschwendung.
https://www.europa-konzept.eu/politik-neues-europa-pneu/argumente-gegen-die-eu/
Schliesslich verfügt die AfD über ein gutes Konzept für eine neue europäische Organisation:
https://www.afd.de/europa-neu-denken/